Kanzlei Lützow
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VERKEHRSRECHT- ”verschenken Sie nichts”

Die Haftpflichtversicherungen versuchen in letzter Zeit verstärkt, im Rahmen des sogenannten Schadensmanagements unmittelbar mit dem Geschädigten (oder sogar auch der Reparaturwerkstatt) in Kontakt zu treten, um die Abwicklung des Unfallschadens direkt mit diesen vorzunehmen (bzw. eine Reparaturkostenfreigabe zu erteilen). Häufig geschieht dies mit dem Hinweis, dass die Einschaltung eines (privaten) Sachverständigen, sowie die Einschaltung eines Rechtsanwaltes, bei Schadensbeträgen bis zu mehreren tausend Euro, nicht erforderlich sei. Unter dieser Prämisse soll der Unfallschaden dann zügig abgewickelt werden.Dass die Versicherungen in einem Konflikt zwischen der Unfallregulierung und dem eigenen Interesse auf Geringhaltung der zu erstattenden Kosten stehen, liegt auf der Hand.

Die Konsultierung eines Rechtsanwaltes ist jedoch nicht erst dann notwendig, wenn man selbst, nach einem Unfall, mit der Schadensregulierung nicht mehr weiterkommt. Jeder geht ja auch sofort zum Arzt, wenn er krank oder verletzt ist und Schmerzen hat und therapiert sich nicht selbst.

So empfiehlt es sich auch, nach einem Verkehrsunfall umgehend einen Rechtsanwalt aufzusuchen, der auf diesem Rechtsgebiet einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse hat. Nur durch Einschaltung eines solchen Rechtsanwaltes wird im allgemeinen gewährt, dass der Sachschaden in voller Höhe erstattet wird und ggf. auch Schmerzensgeldansprüche vollumfänglich reguliert werden. Die anfallenden Kosten hierfür sind vom Schädiger, im Rahmen der Haftungsquote, zu tragen.

Als erste Maßnahme nach einem Unfall ist zunächst dafür Sorge zu tragen, dass Beweismittel gesichert werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Polizei - wie bei Unfälle der ”Kategorie A” (”sog. Kleinstunfälle” mit geringem Sach-und ohne Personenschäden) -nicht mehr zur Unfallaufnahme kommt. Es gilt dann, in Eigeninitiative, den Namen des Schädigers / von Zeugen, das amtl. Kennzeichen des PKW’s des Schädigers, ggf. die aftpflichtversicherungsgesellschaft, zu notieren und -- wenn möglich -- auch Unfallspuren, etwa durch Fotos, festzuhalten.

Bei Schäden ab ca. 750,00 Euro kann regelmäßig ein Sachverständigengutachten eingeholt werden; hierbei besteht grundsätzlich Wahlfreiheit. Ist die Haftungsquote zweifelhaft, ist aus Kostengründen jedoch zu überlegen, ob nicht die Begutachtung durch die Versicherung des Schädigers veranlasst werden sollte. ”Nachteile” sind hierdurch in aller Regel nicht zu befürchten.

Sofern ein Mietwagen benötigt wird, kann es sinnvoll sein, ein im Vergleich zum beschädigten Fahrzeug kleineres Modell anzumieten, da die Versicherungen ansonsten von den Mietwagenkosten einen Abzug für die Eigenersparnis (i.d.R. 10 %)oder sonstige Abzüge vornehmen. Hier herrscht i.M. ein ”Kampf” zwischen den Haftpflichtversicheren und den Mietwagenunternehmen über die Höhe der berechtigten Mietwagenkosten.

Wird dagegen kein Mietwagen benötigt, so besteht, für die Dauer der Reparatur, grundsätzlich ein Anspruch auf Nutzungsausfall.

Vor allem bei einem Mitverschulden kann der Verzicht auf einen Mietwagen wirtschaftlich sinnvoll sein.

Herr Rechtsanwalt Hans-Peter Lützow ist seit Jahren in erheblichem Umfang im Verkehrsunfall- und Schadensrecht tätig. Er hat daher auch die Zusatzqualifikation zum Fachanwalt für Verkehrsrecht erlangt. Ferner ist er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltsvereines und von daher stets ”Top Aktuell” informiert. Er wird Sie gerne umfassend - und kostenlos - beraten und die (Schadens-)Regulierung in die Wege leiten. Auch im Bereich des Ordnungswidrigkeiten sowie des Bussgeld- und Strafrechts steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Lützow mit seinem Fachwissen mit Rat und Tat zur Seite.

- Punkte in Flensburg/geplante Neuregelung

Zu schnell gefahren, falsch überholt, einen Unfall verschuldet? Die Liste der Vergehen, bei denen Flensburg ins Spiel kommt, ist lang - sehr lang! Und wer einmal einen Punkt in der ”Verkehrssünderkartei” des Kraftfahrt-Bundesamtes stehen hat, der lebt gefährlich. Denn das Punktekonto kann schnell wachsen. Und sind erst einmal 18 Punkte beisammen, ist die Fahrerlaubnis weg.

Sie zurückzubekommen ist oft ein mühevoller und nicht billiger Weg. Deshalb ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Sie sollten wissen, für welches Vergehen es wie viele Punkte gibt, wie lange sie im Register stehen und wie man sie abbauen kann.

Wofür gibt es wie viele Punkte? Sie sind bei roter Ampel über die Kreuzung gefahren und geblitzt worden. Sie haben sich auf der Landstraße in einer Radarfalle ”verheddert”. Sie sind ohne Gurt gefahren und von einer Polizeistreife kontrolliert worden. Sie haben einen Unfall verursacht. In solchen Fällen taucht irgendwann die Frage auf: Bekomme ich jetzt Punkte in Flensburg? Und wenn ja, wie viele?

Die Faustregel: Bei Verkehrsverstößen werden Sie (fast) immer zur Kasse gebeten. Müssen Sie nicht mehr als 40 Euro zahlen, können Sie davon ausgehen, dass Sie ohne Eintrag in die Verkehrssünderkartei davonkommen. Auch wenn Sie im Ausland gegen die Verkehrsregeln verstoßen haben, gibt es keine Punkte in Flensburg.

Flattern Ihnen nach einer Verkehrsordnungswidrigkeit jedoch ein Bußgeldbescheid oder eine gerichtliche Entscheidung ins Haus, in der Sie zur Zahlung von 40 Euro oder mehr aufgefordert werden, dann haben Sie ”gepunktet”.

Auch wenn Sie eine Straftat begangen haben, die mit dem Straßenverkehr im Zusammenhang steht, belasten Sie Ihr Punktekonto in Flensburg. In einem solchen Fall erreichen Sie schnell bis zu 7 Punkte.

Wie lange bleiben die Punkte im Register?
Punkte sind keine Kainsmale: Nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Frist werden Eintragungen über Ordnungswidrigkeiten und Straftaten aus dem Verkehrszentralregister gelöscht. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass innerhalb dieser Fristen keine weiteren Verkehrsstöße begangen werden.

Die sog. ”Überliegefrist”:
Nach Ablauf der gesetzlichen Frist bleiben die Punkte, ab dem 01.02.2005, 12 (früher nur 3) Monate(!) im Register. Der Gesetzgeber will damit verhindern, dass Punkte gelöscht werden, obwohl noch vor Ablauf der Frist neue Entscheide entgangen sind, von denen die Flensburger Behörde noch nichts weiß.

Auskunft über den Punktestand.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob und wie viele Punkte in Ihrer Flensburger Akte stehen, dann sollten Sie sich Gewissheit verschaffen. Die Anfrage ist - bis auf das Briefporto - für Sie kostenlos. Damit jedoch nicht jeder einfach so Ihren Punktestand abfragen kann, ist das Prozedere Regeln unterworfen. So müssen Sie Ihre Anfrage schriftlich per Post an die Behörde stellen. E-Mails oder Faxe werden nicht akzeptiert. Außerdem verlangt die Flensburger Behörde einen Identitätsnachweis von Ihnen. Sie müssen auf dem Antrag auf Punkteauskunft entweder Ihre Unterschrift vom Einwohnermeldeamt bestätigen lassen oder eine Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses als Anlage beifügen.

Muster für eine Anfrage:

An das

Kraftfahrt-Bundesamt

-Verkehrszentralregister-

24932 Flensburg



Betrifft: Auskunft über Eintragungen im Verkehrszentralregister

Für: Vorname(n)_____________________________

Nachname, ggf. Geburtsname_______________

geboren am_____________________________

in_____________________________________



Hiermit bitte ich Sie, um eine unentgeltliche Auskunft über die mich betreffenden Eintragungen im Verkehrszentralregister.



Mit freundlichen Grüßen



__________________

(Unterschrift)



Amtliche Beglaubigung meiner Unterschrift___________


- noch mehr Info’s zu Flensburg u.a.

http://www.fonday.de/Punkte_in_Flensburg.auto_flensburg.0.html#687



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